WIFO Research Briefs

Die WIFO Research Briefs präsentieren kurze wirtschaftspolitische Diskussionsbeiträge sowie kurze Zusammenfassungen von Forschungsarbeiten des WIFO. Sie werden unter Einhaltung der Richtlinien der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität (ÖAWI) zur Guten Wissenschaftlichen Praxis und der wissenschaftlichen Politikberatung verfasst und dienen der Erhöhung der nationalen und internationalen Sichtbarkeit der WIFO-Forschungsergebnisse.

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Aktuelle Ausgaben (62 Treffer)

WIFO Research Briefs, 2023, (1), 12 Seiten
Mit finanzieller Unterstützung von: Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Online seit: 07.02.2023 0:00
In response to rising inflation, monetary policy in many countries around the world has recently been tightened, often sharply. This Research Brief shows that central banks have reacted with remarkable similarity, and that, contrary to what current policy rates might suggest, tightening in the USA and the euro area has so far been of roughly the same magnitude. It is also shown that the disinflationary effects of monetary tightening are not yet clearly evident. This is true both for the world's major currencies as well as for European currencies. The report then draws on new empirical evidence which shows that the ECB's interest rate policy from 1999 to 2019 had the desired effect on inflation, but that this effect unfolded only gradually. Thus, the price-dampening effects of the current tightening cycle have yet to materialise. The more monetary policy is tightened now, the more disinflation will be amplified as non-monetary price shocks unwind. It therefore seems appropriate to wait for the effects of the monetary policy measures taken so far before tightening further.
Peter Reschenhofer (WIFO), Johannes Schmidt (INWE-BOKU)
Modellbasierte Berechnung der Gasverbrauchseinsparungen in Österreich (Model-based Estimation of the Gas Consumption Savings in Austria)
WIFO Research Briefs, 2022, (27), 10 Seiten
Online seit: 22.12.2022 0:00
Die EU-Kommission hat in Folge der Gasmangellage in Europa das Ziel vorgegeben, im Zeitraum August 2022 bis März 2023 den Gaskonsum um 15% zu reduzieren. Bis einschließlich 15. Dezember 2022 ist dieses Ziel mit einer Reduktion von 17% in Österreich erreicht worden. Allerdings waren die Monate Oktober und November ungewöhnlich warm. Wenn die Einsparungen also rein witterungsbedingt erfolgten, könnte ein durchschnittlich kalter Winter dazu führen, dass das Sparziel bis März nicht erreicht werden würde. Wir schätzen ein temperaturabhängiges Gasverbrauchsmodell aus den Daten der Periode 2015 bis 2021 und prognostizieren damit den Verbrauch im Jahr 2022. Der Unterschied zwischen Beobachtung und Prognose lässt sich als temperaturunabhängige Einsparung im Gaskonsum interpretieren. Unsere Analyse zeigt, dass diese Einsparungen im gesamten Gaskonsum bei ungefähr 7% liegen, und damit unter dem EU-Zielwert. Berechnet man die Einsparungen von Industrie, Gewerbe und Haushalten ohne die Verstromung von Gas, ergibt sich eine außentemperaturbereinigte Reduktion von 10%. In Summe würde also, sollte ein durchschnittlich kalter Winter eintreten, das absolute Einsparungsziel von 15% nicht erreicht werden, falls Gaskonsumentinnen und -konsumenten ihr Verhalten nicht im Vergleich zur beobachteten Periode anpassen.
Tourismusanalyse: Sommernachfrage 2022 beinahe auf Vorkrisenniveau, gute Buchungslage zu Winterbeginn (Tourism Analysis: Summer Demand in 2022 almost at Pre-crisis Level, Promising Booking outlook for the Start of the Winter Season)
WIFO Research Briefs, 2022, (26), 8 Seiten
Online seit: 20.12.2022 9:00
Erstmals seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie konnten touristische Aktivitäten in der Sommersaison 2022 wieder uneingeschränkt stattfinden, sodass die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr deutlich anzog (Ankünfte +27,3%, Nächtigungen +17,2%). Mit 24 Mio. Ankünften und rund 78 Mio. Übernachtungen wurde schon fast wieder das Vorkrisenniveau des Sommers 2019 erreicht (Ankünfte –6,2%, Nächtigungen –1,4%). Die Aussichten für den Winter 2022/23 sind mit Teuerungswelle und Energieunsicherheiten wesentlich volatiler, jedoch vorsichtig optimistisch – eine gute Buchungslage zu Winterbeginn dürfte den Nächtigungsrückstand zur Saison 2018/19 auf schätzungsweise 5% reduzieren.
WIFO-Inflationsprognose 2022/2024 vom Dezember 2022 (WIFO Inflation Forecast 2022-2024 from December 2022)
WIFO Research Briefs, 2022, (25), 9 Seiten
Online seit: 16.12.2022 8:00
Aufgrund der hohen Preisanstiege bei Energie und der Überwälzung von höheren Produktionskosten (Vorprodukte und Löhne) auf die Konsumentenpreise dürfte die Inflation in Österreich im Jahr 2022 8,5% und 2023 6,5% betragen. In den Folgejahren wird eine markante Abschwächung der Inflation erwartet (2024: 3,2%), mit geschätzten 2,5% für die Jahre 2025/2027 nähert sich die Inflationsrate in Österreich nur langsam dem EZB-Ziel von 2% für den Euro-Raum an.
WIFO Research Briefs, 2022, (24), 12 Seiten
Online seit: 12.10.2022 0:00
Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen zur Abfederung hoher Energiekosten sollten auf jene Unternehmen beschränkt werden, die ihre Kosten nicht weitergeben können, da sie im internationalen Wettbewerb stehen. Um den Binnenmarkt nicht zu verzerren, ist prinzipiell ein koordiniertes Vorgehen auf europäischer Ebene anzustreben und nationalen "Insellösungen" vorzuziehen. Aus ökologischer Perspektive sind insbesondere ein Aussetzen des nationalen Emissionshandels sowie der Ende September 2022 von der Bundesregierung vorgestellte Energiekostenzuschuss für Unternehmen kritisch zu sehen. Mit dem konkreten Programmdesign des Energiekostenzuschusses für Unternehmen hat sich die Bundesregierung für ein breitflächig ausgerolltes Subventionsregime unter Inkaufnahme entsprechend hoher Mitnahmeeffekte und gegen eine zielgerichtete Unterstützung von Unternehmen mit intakten Geschäftsmodellen entschieden. Ein allgemeiner Verlustrücktrag kombiniert mit Liquiditätshilfen (Haftungen und Garantien) und einer Senkung der Lohnnebenkosten wäre budgetschonender und ökonomisch effizienter gewesen.
Klaus Friesenbichler, Agnes Kügler (WIFO), Julia Schieber-Knöbl (ST.AT)
Wie viel wird in Wissenskapital von österreichischen Unternehmen investiert?. Evidenz von Mikrodaten (How Much Do Austrian Firms Invest in Knowledge Capital? . Evidence from Micro Data)
WIFO Research Briefs, 2022, (23), 10 Seiten
Auftraggeber: Europäische Kommission, Rahmenprogramm
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Centraal Bureau voor de Statistiek – Istituto Nazionale di Statistica – Lunaria Associazione di Promozione Sociale e Impresa Sociale – United Nations University – Maastricht Economic and Social Research Institute on Innovation and Technology – Fondation Nationale des Sciences Politiques – Scuola superiore Sant'Anna – Statistik Österreich – University College London – Universität Bielefeld – Universität Ljubljana – Universität Tartu – Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung – Katholieke Universiteit Leuven (Belgium)
Online seit: 06.10.2022 0:00
Das WIFO untersuchte gemeinsam mit der Statistik Austria im Rahmen des "Horizon 2020"-Projektes "GROWINPRO" die Rolle von Wissenskapital. Dies gewinnt in hochentwickelten Ökonomien immer mehr an Bedeutung. Dieser Research Brief zeigt anhand von Mikrodaten der Statistik Austria den Einsatz von Wissenskapital in Österreichs Unternehmen über Branchen. Daraus werden einige wirtschaftspolitische Ansatzpunkte sowie kritische Aspekte für die Diskussion abgeleitet.
Tourismusanalyse: Erholung seit Jahresbeginn, aber ungünstige Vorzeichen für den Winter (Tourism analysis: Demand Recovery Since the Beginning of the Year, but Unfavourable Signs for Winter Season)
WIFO Research Briefs, 2022, (22), 6 Seiten
Online seit: 14.09.2022 9:00
Bedingt durch den Ukraine-Krieg und die massive Teuerung blieben die Rahmenbedingungen für die Tourismuswirtschaft auch nach dem weitgehenden Auslaufen der pandemiebedingten Maßnahmen schwierig. Dennoch erholte sich die Branche seit Jahresbeginn 2022 zunehmend: Verzeichneten die heimischen Beherbergungsbetriebe im Jänner noch rund ein Drittel (–32,6%) weniger Nächtigungen als im Vergleichszeitraum 2019, verringerte sich der Rückstand bis Juli auf durchschnittlich 15,3%. Dieser deutliche Aufwärtstrend ist vor allem auf die erste Hälfte der Sommersaison 2022 (Mai bis Juli) zurückzuführen, wo mit 37,2 Mio. Übernachtungen beinahe schon wieder das Vorkrisenniveau erreicht wurde (–4,3%). Gemessen an den Gästeankünften (11,8 Mio.) bestand von Mai bis Juli aktuell noch Aufholbedarf zum Vergleichszeitraum 2019 im Ausmaß von 7,5%. Im Jahr 2021 lag die Nachfrage in der ersten Sommerhälfte noch um 42,1% (Nächtigungen) bzw. 33,2% (Ankünfte) unter dem präpandemischen Niveau.
Klaus Friesenbichler, Agnes Kügler (WIFO), Julia Schieber-Knöbl (ST.AT)
Unternehmensproduktivität über Sektoren in Österreich. Erste Evidenz von Mikrodaten (Firm-level Productivity across Sectors in Austria. First Evidence from Microdata)
WIFO Research Briefs, 2022, (21), 8 Seiten
Auftraggeber: Europäische Kommission, Rahmenprogramm
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Centraal Bureau voor de Statistiek – Istituto Nazionale di Statistica – Lunaria Associazione di Promozione Sociale e Impresa Sociale – United Nations University – Maastricht Economic and Social Research Institute on Innovation and Technology – Fondation Nationale des Sciences Politiques – Scuola superiore Sant'Anna – Statistik Österreich – University College London – Universität Bielefeld – Universität Ljubljana – Universität Tartu – Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung – Katholieke Universiteit Leuven (Belgium)
Online seit: 12.09.2022 9:00
Das WIFO untersuchte gemeinsam mit Statistik Austria im Rahmen des "Horizon 2020"-Projektes "GROWINPRO" die sektorale Beschäftigungs- und Produktivitätsentwicklung anhand von Mikrodaten. Es treten in Österreich beträchtliche Performanceunterschiede zwischen und innerhalb von Sektoren zutage. Das gezeichnete Bild bildet eine zentrale Informationsgrundlage für die Industrie- und Innovationspolitik in Österreich.
Besteuerung von Zufallsgewinnen. Konzeptionelle Überlegungen und Herausforderungen, europäische Initiativen und Implikationen für Österreich (Taxation of Windfall Profits. Conceptional Considerations and Challenges, European Initiatives and Implications for Austria)
WIFO Research Briefs, 2022, (20), 15 Seiten
Online seit: 08.09.2022 9:00
Häufig sind krisenhafte Ereignisse für bestimmte Sektoren mit Zufallsgewinnen verbunden. In der aktuellen Energiekrise verzeichnen insbesondere manche Stromerzeuger im Vergleich zur Vorkrisenzeit zusätzliche Gewinne. Aktuell wird über die Einführung einer Zufallsgewinnsteuer diskutiert, um die betroffenen Unternehmen oder Sektoren an der Finanzierung der Krisenkosten zu beteiligen. Sieben EU-Länder haben bereits eine Zufallsgewinnsteuer implementiert oder planen deren Einführung. In Österreich rechtfertigt der vergleichsweise geringe Anteil, der von Zufallsgewinnen an österreichischen Energieversorgungsunternehmen den privaten Investorinnen und Investoren verbleibt, die Einführung einer Zufallsgewinnsteuer nicht. Zudem bleibt aus standortpolitischer Sicht eine ad hoc eingeführte Zufallsgewinnsteuer problematisch. Eine Stromkostenbremse mit einer Preisobergrenze für ein definiertes Grundkontingent des Stromverbrauchs scheint daher die klügere Maßnahme zu sein, vorausgesetzt, dass die Energieversorgungsunternehmen bloß die aktuellen Beschaffungs- oder Produktionskosten (mit kalkulatorischem Gewinnaufschlag) ersetzt bekommen.
Ordnungspolitische Leitlinien für ein Elektrizitätsgrundkontingent zum Fixpreis. Antworten auf 15 Fragen zum WIFO-Modell (Regulatory Guidelines for a Basic Electricity Quota at a Fixed Price. Answers to 15 Questions About the WIFO Model)
WIFO Research Briefs, 2022, (19), 8 Seiten
Online seit: 17.08.2022 10:00
Durch die Verknappung des Gasangebots infolge des Krieges in der Ukraine sind über den Preisbildungsmechanismus der "Merit Order" die Strompreise stark angestiegen. Ein Elektrizitätsgrundkontingent zum reduzierten Fixpreis kann hohe Preissteigerungen dämpfen und private Haushalte entlasten. Im vorliegenden WIFO Research Brief werden 15 Fragen zu einem Elektrizitätsgrundkontingent beantwortet.
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